Die in Europa seit dem Mittelalter bekannte Therapieform mit Eigenurin wird in Indien und anderen asiatischen Ländern schon seit über 2000 Jahren angewendet. Bei dieser Behand­lungs­­form wird eigener Urin äußerlich (auf die Haut aufgetragen, damit gegurgelt) oder innerlich benutzt (getrunken oder mit einer Spritze injiziert). Die im Harn enthaltenen körpereigenen Hormone, Mineralien, Vitamine, Salze, Säuren, Harnstoff, die als Abfallprodukte des Eiweiß­stoffwechsels der Niere desinfizierende Wirkung haben, stärken die Abwehrkräfte des Körpers.

Als ich von dieser naturheilkundlichen Methode las, wollte ich das sofort ausprobieren, weil ich mir dachte, der Körper kann doch nichts dagegen haben, wenn ich ihm Stoffe, die er selbst produziert, wieder mit der Bitte zuführe, sie zur Heilung zu verwenden.

Ich wollte erst einmal langsam starten. Und so fing ich mit der äußerlichen Anwendung an. Ein Ekzem am Ellenbogen rieb ich mit dem Morgenurin ein. Schnell wurde es deutlich heller und kleiner. Innerhalb einer Woche war es verschwunden. Dies ermutigte mich, einen Schritt weiterzugehen. Ich dankte meinem Körper und rang mich dazu durch, den sehr klaren Urin zu trinken. Ja, die Hemmschwelle des anfänglichen Ekels musste ich überwinden. Aber siehe da: Der Harn schmeckte überhaupt nicht eklig, sondern erstaunlich schmackhaft, um ehrlich zu sein, sogar sehr angenehm würzig. Sicher auch deswegen, weil ich ihn schon seit Längerem kontrolliere und dafür sorge, dass er nicht sauer ist. Meine Maßnahmen ergänze ich durch die Einnahme von Basenpulver. Das hilft sehr schnell, auf dem Indikatorpapier den pH-Wert im grünen Bereich zu halten.

Mithilfe einer Augenbadewanne machte ich Spülungen meiner Augen. Leider stellte sich da der erhoffte Erfolg nicht ein, sodass ich mich entschloss, die völlig trübe Linse zunächst des linken Auges durch eine künstliche ersetzen zu lassen. Bei der OP wurde gleichzeitig der Glaskörper entfernt. Als ich dem Operateur sagte, dass ich Eigenurin benutze, reagierte er entsetzt. Das solle ich mal bloß sein lassen. Im Urin sei nichts Gutes drin.

Ich zeigte dem Arzt meinen Ellbogen. Aber da er ja die Veränderungen nicht verfolgt hat, gelang es mir nicht, ihn davon zu überzeugen, dass er eine falsche Vorstellung von diesem ganz besonderen Saft des Körpers hat. Der Operateur verordnete mir Cortisontabletten, die ich systemisch nehmen müsse. Das hatte ich bislang immer abgelehnt, selbst bei den schlimmsten MS-Schüben, stattdessen hoch dosiert das Ananasenzym Bromelain genommen, was mein Neurologe auch zunächst nicht glauben wollte. Aber damit erreichte ich den Operateur nicht. Als ich merkte, dass ich keine Chance habe, mich mit ihm auf eine Diskussion einzulassen, nahm ich die Tabletten, obwohl ich es ziemlich mies fand, dass ich mir einfach sagen ließ, was ich systemisch machen MUSS. Ich fühlte mich nicht respektiert! Der Operateur kennt doch meinen Körper gar nicht! Mein Körper hört mir (anders als der gut renommierte Arzt) zu. Ich bat ihn, möglicherweise schädliche Substanzen einfach durchzuschleusen, ohne sich davon beeinträchtigen zu lassen. Ich sagte ihm zu, ihn dabei mit Zeolithpulver zu unterstützen und gleichzeitig die Substanz, die er kennt, nämlich Bromelain, einzunehmen.

Das zweite Auge, dessen Linse auch ganz trüb ist, lasse ich nicht so schnell operieren. Ich mache weiterhin meine Übungen nach der Methode des russischen Arztes Norbekov. Immerhin habe ich bisher die Reduzierung der Dioptrienwerte von bislang mehr als 3 Punkten erreicht.