Während meiner 10-tägigen Dunkelklausur im November 2009 sah ich sehr eindrucksvolle Traumbilder u.a. mich als sehr schlanke, vier bis fünf Meter große schwarze Hohepriesterin, welche die Treppe eines Pyramidentempels hochschritt und oben auf dem Plateau, auf dem sich ein Altar befand, dem Sonnengott Ra ein Opfer darbrachte. Meine Wirbelsäule umwand eine schwarze Anatra (Schlange) linksdrehend, eine weiße Cobra rechtsdrehend (oder umgekehrt), in der Mitte bewegte sich entlang der Wirbelsäule eine goldene Schlange nach oben, deren Haupt sich auf meinem Kopf der Sonne entgegen aufrichtete. Außerdem kam mir mein spiritueller Name AnasolunaRa. Eine Verschmelzung von Sonne (Sol) und Mond (Luna), dem männlichen und weiblichen Prinzip. Wieder zurück in Hannover recherchierte ich im Internet und war nicht wenig erstaunt, als ich haargenau eine Abbildung des Tempels fand, den ich genau so gesehen hatte, obwohl ich noch nie vorher eine Abbildung davon zu Gesicht bekommen hatte. Es war genau die Tempelanlage, die unter dem Namen „Pyramide Kukulkan von Chichen Itza“ bekannt ist. Sie stellt den Abstieg der „gefiederten Schlange“ am Tag der Tag-und Nachtgleiche dar und ist Symbol für den Abstieg Gottes in den Menschen. Sie gilt als berühmtes Zeugnis für die untergegangene Hochkultur der Mayas, die exakte astronomische Berechnungen anstellten und grandios in architektonischen Bauwerken ausdrückten.

Bei der Durchsicht meiner Texte und Bilder für meine Webseite wurde mir bewusst, warum ich es mit der Zahl 4 habe!!!! Auch was es mit der Aufschlüsselung meines Namens nach Hildegard von Bingen auf sich hat. Ich erkannte, sprich hatte die EIN-SICHT (die SICHT im INNERN), dass ich ganz offen-SICHT-lich eine Verbindung zur Mayakultur in Mexiko habe. Das hätte ich mir nie träumen lassen! Ich habe es während der Dunkelklausur mit meinen anderen Augen gesehen!!!! Und damit erschließt sich mir auch meine Art zu malen. Ich kann mir nichts vornehmen, was ich malen werde. Wenn ich im Fluss bin, entstehen die Sujets und ich sehe oftmals erst viel später, was da aus mir auf Papier oder Leinwand geflossen ist.

Es sind in den letzten Jahren, in denen ich extreme Schwierigkeiten mit meinen physischen Augen hatte, etliche „Augenbilder” entstanden.