Über die Sängerin und Musiktherapeutin Nhanda Devi, die im Zuge ihres Projektes Mystery Voice Seminare  zur Stimmbefreiung an besonderen Kraftorten anbietet, gelang es auch mir, meine eigene Stimme zu entdecken. Ich konnte mich auf die innere Reise einlassen und  mir selbst begegnen. Erstaunt nahm ich zur Kenntnis, wie es aus mir heraus tönte, wie mich dabei meine Stimme in ungeahnte Tiefen und Höhen trug, als ich mich ihr hingab. Diese Erfahrung brachte mich in Kontakt mit dem  uraltem Wissen von der Heilkraft  der Musik. Auch Fremde,  die zufällig in die Kirche kamen, während ich tönte, wurden plötzlich ganz still und ließen ihren Tränen freien Lauf. Diese tiefe Seinserfahrung mit anderen zu teilen, ist ein wunderschönes Geschenk!

Wie schon in Hammersbach kam ich auch beim Tönen in Drüggelte im Sauerland in Kontakt mit anderen Daseinsebenen: Als ich in der Mitte der romanischen Kapelle stand, die um 800 n Chr. als zwölfeckiger Rundbau entstanden ist, nahm ich mich plötzlich in einem Lichtkanal stehend wahr, spürte eine Verbindung zu den Pyramiden im alten Ägypten und geriet ins Schluchzen. Solche im Bewusstsein aufblitzende Déjà-vu-Erlebnisse verstörten mich zunächst sehr, bis ich sie schließlich als Gabe verstehen und dankbar annehmen konnte. Dies geschah mir besonders an alten Kraftorten.

Kleine Comburg

Mir war bis dahin unbekannt, dass ich sowohl sehr tief als auch sehr hoch tönen kann.

Das änderte sich schlagartig mit dem Zusammentreffen mit Nhanda Devi, woraus dann die erste CD-Live-Aufnahme entstand. Ich bin zutiefst dankbar für die vielen Zeichen, die ich in letzter Zeit in zunehmendem Maß wahrnehme. Ich bin überzeugt, dass sie mir von meinen unverkörperten Brüdern und Schwestern, also Aspekten von mir selbst aus anderen Dimensionen, geschickt werden. So z. B. der Schmetterling, der sich in Schwäbisch Hall auf meinen linken Fuß setzte, als ich in der Kleinen Comburg zum ersten Mal sehr mutig und kraftvoll tönte und damit völlig neue Bewusstseinsebenen betreten durfte. Als dieser bezaubernde Mittler zwischen Himmel und Erde seine Flügel zwischen meinem rechten Daumen und Zeigefinger aufspannte, hat mich das bestärkt und beflügelt, dass ich wahrlich auf einem Entwicklungs- und Entfaltungsweg bin. Und auf diesem eröffnen sich mir ganz neue Perspektiven.

Transformationsprozess

Für das Video Transformationsprozess habe ich eigene Fotos aus dem Herrenhäuser Berggarten mit einem Ausschnitt aus der CD kombiniert, die Nhanda Devi von mir aufnahm, als ich am 20.02.08 – es war Vollmond - in der romanischen Kirche Kleine Comburg in Schwäbisch Hall tönte. Bei dieser Live-Aufnahme ermutigte mich Nhanda, den aufsteigenden Schmerz in Tönen auszudrücken. Bis dahin hätte ich nicht gedacht, dass man gleichzeitig tönen und weinen kann. Dabei ging es, wie mir in einem anschließenden Gespräch klar wurde, um den weiblichen Urschmerz. Der wirkliche (tränenreiche) Transformationsprozess beginnt bei 4:45 mit Nhandas Schritten und wie sie mir zuflüstert, ich solle ES singen.

 

Klang-Grüße an die Baumwesen

Die unterlegten Tonaufnahmen hat Nhanda Devi von mir während einer Tonsession im Kapellenhof bei Hammersbach gemacht. Erdige tiefe Töne neben glockig hellen Klängen spiegeln Licht und Weite der Insel, die uns bei unseren Rügenaufenthalten magisch verzauberten, als wir dem Rauschen des Windes am Meer und in den herrlichen Buchenwäldern lauschten oder bei Spaziergängen durch den Herrnhäuser Berggarten in Hannover – von dort stammen auch einige Fotos – Kraft schöpften.